Mittwoch 10.April 2019
Mitgliederversammlung der
Bayerischen Textil-und Bekleidungsindustrie



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Der Verband mit dem Plus

Mit diesem Plus ist nicht auf die Umsätze in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu beziehen, vielmehr wurden in den beiden Branchen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 Minuszahlen verbucht im Textilgewerbe bei einem kleinen Minus von 0.7 Prozent auf hohem Niveau von 2,4 Milliarden Euro. Hingegen sank der Umsatz im Bekleidungsgewerbe um 9,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das ist kein typisch bayerisches Problem, vielmehr flächendeckend durch alle Länder.
So beginnen die Geschäftsberichte von Boss bis Ahlers stets mit dem Satz: „In einem schwierigen Umfeld“.
In der Headline steht der Verband mit dem Plus. Damit ist eine straffe Organisation, ein effektives Arbeiten und eine auf die Zukunft ausgerichtete Strategie zu verstehen, so heißt es denn auch: Innovation hat Tradition.

Mit dem Plus ist aber auch die Auswahl der Locations gemeint, die der mittlerweile langjährige Verbandspräsident Dr. Christian Heinrich Sandler für die jährliche Mitgliederversammlung auswählt. Ob in der BMW Arena, bei Faber Castell, oder wie in diesem Jahr im Münchner Verkehrsmuseum, interessant sind sie allemal.

In der offiziellen Presse-
mitteilung heißt es:
Bei der kürzlich durchgeführten Mitgliederbefragung lässt sich ein schwieriges Jahr 2019 erahnen. Dennoch wollen die befragten Unternehmen kräftig investieren. Im Bereich Textil stieg der Wert für 2019 im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht um 2,4 Prozent auf 92,9 Prozent,
Dr.Christian Heinrich Sandler
im Bekleidungsbereich liegt der Wert immerhin noch bei 72,7 Prozent. „An diesen Werten sieht man, dass die Textilindustrie massiv gegen die Stagnation und die Bekleidungsindustrie gegen rückläufige Zahlen mit Investitionen ankämpfen will. Als zukunftsorientierte Branche begegnen wir der Konjunkturabkühlung mit Investitionen und Innovation“, betonte Dr. Sandler.
Zur Einordnung der Branchenzahlen erklärte Dr. Sandler: „Das Ergebnis der Textilindustrie 2018 ist gerade noch zufriedenstellend, das der Bekleidungsindustrie dagegen keinesfalls zufriedenstellend.“ Der VTB-Präsident führte den heißen Sommer, ein geändertes Konsumverhalten und die massive Krise beim deutschen Mode-Einzelhandel als Gründe an.
Um der sich schon abzeichnenden Konjunkturabkühlung zu begegnen, fordert der VTB, die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen zu schaffen. Statt sich mit den wichtigen Wirtschaftsthemen wie der Energiewende und der Senkung der Unternehmenssteuern zu befassen, stellt die Bundesregierung immer mehr Geld für die Sozialsysteme bereit und bietet immer neue Leistungen. An die Bundesregierung richtete der VTB-Präsident daher deutliche Worte: „Wir brauchen dringend eine echte Mittelstands- und Industriepolitik und keine Worthülsen in Pseudostrategiepapieren. Der Mittelstand ist Garant für Stabilität und Fort-schritt; außerdem ist er Deutschlands Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor. Im Bewusstsein, dass nur verteilt werden kann, was erwirtschaftet wird, ist eine Reform der Sozialsysteme notwendig. Vom Prinzip ‚Fördern und Fordern‘ dürfen wir nicht abrücken. Hilfe zur Selbsthilfe ist der ordnungspolitisch überzeugenste Weg in der Sozialpolitik.“

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