Das Euro-Fashion-Center Sindelfingen
fit für die Zukunft



Unter der Geschäftsführung von Achim Walz und dem neu bestellten Marius Buljac ist auch eine Nachfolge frühzeitig geregelt.
Wir geben an dieser Stelle einen Kommentar zur aktuellen Situation von Achim Walz wieder:

 
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Sindelfingen gilt als wichtigster und umsatzstärkster Standort der Mode-Ordercenter in Deutschland. Die Region Stuttgart erzielt mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 100 Mrd. Euro im Jahr knapp 30% der Wirtschaftsleistung Baden-Württembergs. Sie weist mit Abstand die höchste Produktivität und das höchste Pro-Kopf-Einkommen aus. Das Euro-Fashion-Center gilt als aktivstes und frequenzstärkstes Ordercenter in Sindelfingen.

Raum für Idee, Platz für Entfaltung. Großzügig und hochwertig, zukunftsweisend, modern und klassisch zugleich. Das Atrium des EFC lädt ein, lässt atmen und ist Raum für Begegnung

Im Inneren des EFC sind es vor allem die Mieter mit ihren Showrooms, die das Bild bestimmen. Das EFC bietet den perfekten und entsprechend flexiblen Rahmen, die Agenturen und Marken gestalten die Showrooms überwiegend selbst und verwirklichen „ihre“ Marken- und Erlebniswelt. Auf kleiner oder großer Fläche, transparent oder eher intim, ein- oder zweistöckig, mit Loft- oder Boutique-Charakter.


Von außen wohltuend neutral und auf das Entrée beschränkt präsentieren sich die Mieter und ihre Marken im Inneren ebenso vielfältig wie anspruchsvoll. Oberstes Ziel: Dem Kunden ein Zuhause bieten, Übersicht geben und den Raum für gute Geschäfte schaffen.

Das Drumherum ist in manchen Augenblicken das Wichtigste. Neben den perfekten Serviceleistungen die das EFC für Mieter und Besucher ohnehin bietet, kümmert man sich hier auch um die ganz menschlichen Bedürfnisse. Stellvertretend dafür das Restaurant im Erdgeschoss.
Zu einer schönen Hülle gehört auch ein guter Kern. Damit ist schon fast alles über die im EFC verbaute Technik gesagt. Ausgeklügelt, effizient, nachhaltig und auf höchstem Niveau. Von der Barrierefreiheit über die 3-Wege-Klimatisierung bis hin zur Stromversorgung über einen eigenen Transformator.

Mehr als 250 der wichtigsten und hochwertigsten Modemarken haben im EFC ihr Zuhause gefunden. Die meisten seit Jahren, manche schon seit Jahrzehnten. Hier wird das eigentliche Geschäft der Modeindustrie abgeschlossen, hier werden aus Ideen und Trends konkrete Umsätze. Ist „Ihre“ Marke auch dabei?

Um einen langfristigen Fortbestand des EFC Sindelfingen sicherzustellen wurde die Geschäftsführung im Jahr 2016 um Hr. Marius Buljac, im Rahmen der Unternehmensnachfolge, erweitert. Erst als Mitglied der Geschäftsführung,
inzwischen auch als geschäftsführender Gesellschafter. Herr Buljac ist für alle Bereiche rund um das Modezentrum der Ansprechpartner vor Ort.

 
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Wenn Sie das gelesen haben und sich gerne darüber unterhalten wollen, so steht Ihnen Herr Achim Walz, der seit Jahren den Dialog zum Kunden pflegt, jederzeit zur Verfügung.

Liebe Textiliten,

seit über fünfzig Jahren darf ich mich nun in dieser für mich schönsten und faszinierenden Branche bewegen. Möglicherweise als einer der wenigen, noch aktiven, die diese Branche von der Vorindustrie, Weberei, Stoffdruckerei, Bekleidungshersteller bis zum Einzelhändler, in allen Bereichen der Wertschöpfungskette durchlaufen hat. So gesehen ist es mir evtl. erlaubt einen kleinen Rückblick vorzunehmen.

Unsere Branche ist und war auch in der Vergangenheit schon immer von vielen erfolgreichen Unternehmen und deren Unternehmerpersönlichkeiten geprägt. Deren Erfolge unterlagen keinem Zufall, sondern waren und sind ganz einfach der Tatsache geschuldet, dass sie den Zeitgeist richtig und schnell erfassten und vor allem auch umsetzten. Hierzu gehört Mut, eine Vision wohin sich unsere Branche entwickelt und die Freude, diese schnellen Veränderungen aufzunehmen und zu realisieren. Angst vor der Zukunft, darf es hier nicht geben. Hierzu ist auch nicht der geringste Grund gegeben.

Die aktuellen Probleme unserer Branche wiederholten sich in den letzten Jahrzenten in veränderter Form in vielfältigster Weise und sind keineswegs neu.

Am Anfang meiner beruflichen Laufbahn war es für die Hersteller die Verlagerung ihrer deutschen Produktion in die weltweiten Billiglohnländer im Ausland. Von Fernost bis in die Türkei und vielen anderen Ländern.

Im Zuge dieser Entwicklung reisten viele Einkäufer der größeren Einzelhändler, Verbände und Einkaufsgruppen den Herstellern nach zu deren ausländischen Produzenten, die in aller Regel von den Deutschen Markenfabrikanten bereits auf den Deutschen Qualitätsstandard getrimmt wurden und vor allem auch Design know how transportierten. Es entstand die Welle der Eigenmarken und es stellte sich damals bereits die Frage, wird der Einzelhändler Produzent, oder der Produzent Einzelhändler und dies in welchem Ausmaß.

Diese Frage ist uralt und dem Prinzip geschuldet, wie kann ich an die Margen der Vorindustrie herankommen, oder umgekehrt, wie kann ich mir den Aufschlag des Handels einverleiben, in der Hoffnung eine Gewinnmaximierung zu betreiben.

Wenn dies als strategische Ausrichtung in der einen oder anderen Richtung gesehen wurde, waren nur ganz wenige vom Erfolg gekrönt, die weit größere Anzahl von Unternehmen (und zwar nach beiden Seiten) konnten das dafür erforderliche know how längerfristig nicht bieten und es trieb den einen oder anderen an den Rand der Existenz. So wie es in letzter Zeit sehr prominente Unternehmen erfahren mussten.

Aus meiner Sicht müssen die Unternehmen klare Bekenntnisse abgeben, wie sie ihre zukünftige Vertriebsstrategie gestalten wollen. Für die Hersteller eine klare Partnerschaft mit dem Handel und dies ist deutlich zu kommunizieren, dass sie den Handel als ihren strategischen Vertriebspartner sehen (abgesehen von einigen Flagstores). Der Handel muss dies dann auch honorieren und sich zu diesen Herstellern aktiv bekennen.

Jede Vertriebsform hat bei einer klaren Abgrenzung ihre Daseinsberechtigung und kann damit auch sehr gut und profitabel arbeiten.

Der Hype mit den Online Portalen ist doch in keinster Weise neu. Früher hießen Sie eben Quelle, Neckermann und auch Otto.

Den Produzenten der allein über seinen online Handel sehr erfolgreich geworden ist, gibt es wohl nicht. Warum hat z.B. Zalando (den Presseberichten folgend) noch nie Gewinne erzielt?? Dies ist einfach zu erklären, da die Logistikkosten der Rücksendungen trotz einer nahezu 400%igen (in der Mode) Aufschlagskalkulation nicht ausreichen diese zu decken. Warum wollen sich Produzenten diese Logistikkosten und die dazu gehörige Organisation aufbürden, wenn Sie die Ware auch über ihre Kunden, den Händler deutlich kostengünstiger absetzen können.

Natürlich muss der Händler sich der neuen Medien bedienen und auf die verlängerte Warenbank der Hersteller zurückgreifen. Das Rad der rasanten technologischen Entwicklung kann nicht mehr zurückgedreht werden und dies wäre auch falsch. Der Hersteller muss ein Informationsmedium für und zu dem Endverbraucher besitzen. Welche Artikel stehen kurzfristig zur Verfügung und vor allem wo (im Store seiner Kunden). Warum macht er dies nicht über den geographisch nächst gelegen Einzelhändler aus seinem Kundenkreis „click & collect“?
Es geht immer um die win - win Situation für beide Seiten.

Wenn nun der Handel mit einer durchschnittlichen Handelspanne von 300% und mehr, zumindest bei Modeartikeln kein Geld verdient, so ist dies doch ganz offensichtlich ein Systemfehler.

Diese Fehler sind alle hinlänglich bekannt, jeder redet darüber, keiner macht etwas.

Wohin verschwinden die Aufschläge?

Zu hohe Läger durch Saisonverschiebungen. Warendruck erzeugt schnellere Preisreduzierungen, zu Zeiten wo die eigentliche Saison für den Endverbraucher erst beginnt.

Fehleinkäufe die zwar durch vergangenheitsbezogene Abverkaufslisten geprägt werden, der Endverbraucher wird jedoch im Vorfeld nie gefragt was er eigentlich möchte. Wenn er (der Endverbraucher) entscheiden kann hängt die Ware bereits im Laden und verdirbt (zumindest im Preis) teilweise so schnell wie Südfrüchte.

Was ist ein Teil der Lösung?
• Stellen Sie sich mit Freude den Herausforderungen den neuen Medien und setzen diese so schnell als nur möglich um.
• Verschleudern Sie Ihre Ware nicht zu früh, sondern halten Sie durch. Der Endverbraucher hat dies schon lange erkannt und wartet auf Ihre Abschriften.
• Nehmen Sie Ihre VIP Kunden zu dem Einkauf hinzu, sei es in einer kleinen VIP Modeschau der Hersteller die er für sie und ihren Kunden (Endverbraucher) in seinem Showroom organisiert. Ihr privilegierter VIP Kunden sieht zum ersten Mal eine komplette Kollektion seiner Lieblingsmarke so wie es das Designteam des Herstellers in allen Kombinationen geplant hat und er kann nach seiner Konfektionsgröße aussuchen und weiß, dass er die Ware bekommt und sei mit zeitlicher Verzögerung. Sie (der Händler) verkauft „seine“ Ware zeitgleich mit seinem Einkauf und hat somit seine Margen sicher und ohne Abschriften realisiert. Diese VIP Kunden bekommen ein VIP Erlebnis, da sie als Privilegierte bereits die Mode von morgen sehen und einkaufen dürfen. Ihre direkte und persönliche Beziehung zu dem Endverbraucher ist Ihre einzige Daseinsberechtigung im heutigen Markt und dies ist gleichzeitig ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber jedem anderen Mitbewerber. Nur sie kennen ihren Kunden persönlich und nur sie können somit eine direkte Beziehungsebene zu ihm aufbauen und den perfekten Service bieten.

Wir als EFC könnten für die Händler und deren Kunden und über die Showrooms der Hersteller bei uns im Hause hierzu die Plattform bieten.

Dies ist als Diskussionsbeitrag gedacht, darüber nachdenken kann nicht schaden, sondern bietet nur weitere Optionen.

Für viele kann es so nicht weitergehen, für unsere Branche ist es zwingend, dass auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette gute Gewinne erzielt werden, die man dann auch wieder in die Zukunft investieren kann, wie dies bei guten Unternehmern der Fall sein muss.

Ihr Achim Walz


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